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Eine kleine Weihnachtsgeschichte vom Waldow-Verlag

Zur Weihnachtszeit
- zur "staden Zeit", wie man bei uns sagt -


möchte ich Ihnen und Ihren Kindern eine anrührende Geschichte aus einem früheren "Vorhang Auf-Heft", schenken
-  zum Vorlesen in den Weihnachtstagen.


Eine französische Legende, die man bei verschiedenen Gelegenheiten erzählen kann und die vielleicht wieder ein bischen mehr Licht und Liebe in die Herzen der Menschen bringen kann.    
Dazu die wunderschöne Illustration der 2014 verstorbenen Malerin Margret von Borstel.
Ausdruck und Weitergabe von Text und Bild sind ausdrücklich von Herrn Eckehard Waldow erwünscht.


Viel Licht und Segen auf Ihren Wegen
wünscht Ihnen von Herzen

Ihre Dorothea Merz



Die Weihnachtsrosen

 Zwischen Ochs und Esel gebettet lag das Jesuskind im Stall auf elendem Heu. Maria im blauen Kleid wachte bei der Krippe und verträumte sich in ihr Glück. Joseph hatte die rauen braunen Hände gefaltet und betete mit murmelnden Lippen. Der Ochs brüllte: "Muh, muh, welch großer Tag!", und der Esel rief:  "Wie schön ist das Kind, j-jah!"

Die Nacht kam und es stürmte draußen und schneite und fror. Ein Flockenschleier hing manchmal vor dem großen Stern, der tief am Himmel stand. Aber sein Leuchten war so gewaltig, dass er alles mit Helle überflutete und den Stall und sein heiliges Geheimnis in lichtes Glänzen tauchte. Es waren aus dem fernen Morgenland die drei Heiligen Könige gefahren, geritten, gezogen, gekommen. In kostbarstes Brokatgewand, in schwere Samte gehüllt, angetan mit dem Schmuck der köstlichsten Edelsteine, umknieten sie das Kind, das mit großen offenen Augen und gebreiteten Ärmchen in der Krippe lag, und brachten ihm Gold, um in ihm den König aller Könige zu ehren, und schenkten Weihrauch, der in wundersamen Gerüchen aufschwelte, um Gott in ihm zu erkennen, und sie legten allesheilende Myrrhen nieder an der Wiege für den Heiland und Menschensohn.

Und es waren aus ihren Pferchen die Hirten vom Felde gekommen und opferten ein Lämmlein und ein Zicklein, schenkten eine Taube und ein Kuhhorn, aus dem man trinken konnte, und einer brachte eine Hirtenflöte, und Ysambert, der Alte, hatte einen richtigen Holzkalender gefertigt, der die Tage und Monate anzeigte. Eine Kinderklapper zog Aloris aus seiner Hirtentasche, die hatte er selbst geschnitzt und sie machte klipp-klapp und das Jesuskind lachte und griff nach der lustigen Klapper. Hinter den großen Hirten stand in scheuer Furcht ein kleines Hirtenmädchen in zerschlissenem Fähnchen. Es hob sich in neugieriger Andacht auf die Zehenspitzen, damit seine blauen Augen auch etwas sähen. Aber die breiten Schultern der Männer deckten schier alles zu, und so musste es zwischen den Hirtenbeinen durchgucken. Was es da sah, war ein gar großes Erleben für das Kind, und als es das herzgoldige Kind in der Krippe erblickte, da hätte das Mädchen das Wiegenkind am liebsten an sich gedrückt und es geherzt und auf den Armen geschaukelt und ihm die allerschönsten Geschenke gebracht. Aber es hatte ja nichts zu geben, ein Kirchenmäuslein hätte eher etwas zu verschenken gehabt als dies bettelärmste Kind. Seine vom Kartoffelhacken und Reisigsuchen abgearbeiteten Hände waren leer, ganz leer. Da kamen ihm über seine Armut die bitteren Tränen.

Hoch von seinem Wolkenthron herab sah der Engel Gabriel das Mädchen in seinem Leid und er stieg vom Himmel nieder, kam unbemerkt herein in die armselige Hütte und erfragte des Kindes Kummer: "Ach, ich möchte gleich den anderen dem Kindlein in der Wiege ein Geschenk bringen und habe nichts." "Was möchtest du ihm denn schenken?" fragte die milde Engelsstimme. "Die Hirten und die Könige haben dem Jesuskind ja schon alles gebracht, was man sich nur ausdenken kann." "Haben sie denn wirklich nichts vergessen?" forschte der Engel weiter, "denk einmal nach!"
Das Hirtenmädchen hatte nicht lang zu überlegen: "Ja, wenn ich ihm Rosen bringen könnte, weiße oder rote Rosen! Das Kind hat ja nicht ein einziges Blümchen bekommen und es ist doch heut sein Geburtstag. Aber es ist ja tiefer Winter und der Frühling mit seinen Blumen ist noch so weit."

Da nahm der Engel das Mädchen bei der Hand. Sie gingen hinaus aufs verschneite Feld, und es war lichte Helle um sie her. Der Engel schlug mit seinem Stab auf die Erde, und da geschah das liebliche Wunder: Es sprossen überall kleine Blumen hervor, köstliche wilde Rosen. Aus silberweißen Kelchen, deren Blätter zarter waren als feinster Alabaster, leuchteten die Honigblätter als goldenes Kreuz wie ein Abbild des strahlenden Himmelszeichens, das überm weißen Schneefeld stand. In seiner Schürze sammelte das arme Hirtenkind die Christrosen und lief hinein in den Stall und schüttete seinen Blumensegen aus über die Krippe und das Kind, dass es ganz in Blüten gebettet war. Und es durfte auch, wie es sich so sehnlich gewünscht hatte, das Christkindlein in seinen Armen wiegen und herzen und das göttliche Kind drückte seine Lippen auf einige der Blüten, die rosafarben aufschimmerten wie die küssenden Lippen. Und seither hat Weih­nachten seine festlichen Rosen, die weißen und rosaroten Christ­rosen.    





1 Kommentar zu Eine kleine Weihnachtsgeschichte vom Waldow-Verlag:

RSS-Kommentare
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